Musée national des beaux-arts du Québec: Tickets und Besuchstipps
Das Musée national des beaux-arts du Québec, kurz MNBAQ, bewahrt mehr als 42.500 Kunstwerke vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Der Museumsbesuch in Québec City beginnt jedoch nicht in der Ausstellung, sondern an der richtigen Adresse: Der zentrale Eingang mit Kasse, Garderobe und Café liegt im Pavillon Pierre Lassonde, 179 Grande Allée Ouest.
Tickets und Preise
Musée national des beaux-arts du Québec
Quebec City
01 · GetYourGuide
Eintrittskarte
24.12 CAD
02 · Official
Offizielles Ticket · Ab 65 Jahren
21 CAD
Offizielle Kasse und Online-Kauf
Musée national des beaux-arts du Québec — An der Kasse
Wer Tickets für das Musée national des beaux-arts du Québec kaufen möchte, sollte den Onlinekauf gegenüber dem Schalter vor Ort bevorzugen. Die digitale Buchung ist in der Regel günstiger und reduziert zugleich einen unnötigen Schritt am Besuchstag. Die Preislogik hängt von Alter, Familienkonstellation und Aufenthaltsstatus ab. Die Öffnungszeiten und die Verfügbarkeit einzelner Ausstellungsbereiche müssen vor der Buchung geprüft werden, weil Sonderausstellungen, Eröffnungsphasen und saisonale Regelungen die Besuchsplanung verändern können.
Tickets für das MNBAQ kaufen: Onlinebuchung oder Kasse
Der wichtigste Unterschied zwischen den Buchungswegen ist nicht die grundsätzliche Zugangsberechtigung, sondern die Kostenstruktur und die Planbarkeit.
Beim Onlinekauf werden die Eintrittskarten über die Museumswebsite vorab ausgewählt. Je nach Angebot kann es sich um einen regulären Museumseintritt, eine Eintrittsoption mit Zugang zu Sonderausstellungen oder eine geführte Tour handeln. Nicht jede Buchungsvariante umfasst automatisch dieselben Bereiche. Der Umfang der Leistung muss deshalb vor dem Abschluss der Reservierung gelesen werden.
Der Kauf an der Museumskasse ist die einfachere Option für Besucher, deren Tagesplanung noch nicht feststeht. Er hat aber zwei Nachteile:
- Der Vor-Ort-Preis kann über dem Onlinepreis liegen.
- Bei höherem Besucheraufkommen besteht ein größeres Risiko, dass bestimmte Zeitfenster oder geführte Angebote nicht mehr verfügbar sind.
Für einen regulären Besuch ist die Onlinebuchung daher die rationalere Standardentscheidung. Sie schafft eine verbindliche Grundlage für die Tagesplanung und kann den Eintrittspreis reduzieren. Wer mehrere Personen anmeldet, sollte außerdem prüfen, ob eine Familienkarte günstiger ist als mehrere Einzelkarten.
Beim MNBAQ ist der Onlinekauf nicht nur eine Komfortfunktion. Er ist die sachlich bessere Option, wenn Preis und Planungssicherheit gleichzeitig relevant sind.
Was vor dem Kauf geprüft werden muss
Vor der Zahlung sollten vier Angaben eindeutig feststehen:
1. Besuchstag und mögliche Zeitbindung: Manche Angebote gelten für einen konkreten Tag, andere für ein festgelegtes Eintrittsfenster. Eine Reservierung ist nur dann sinnvoll, wenn die Ankunftszeit realistisch geplant wurde.
2. Enthaltene Ausstellungsbereiche: Der Zugang zur permanenten Sammlung und der Besuch einer temporären Ausstellung können unterschiedlich geregelt sein. Neu eröffnete Bereiche sind unter Umständen erst ab einem bestimmten Datum im Ticketumfang enthalten.
3. Alterskategorie aller Besucher: Das MNBAQ verwendet mehrere Altersgruppen. Eine falsche Auswahl kann am Eingang zu einer Nachzahlung oder einer manuellen Korrektur führen.
4. Stornierungs- und Änderungsbedingungen: Diese unterscheiden sich je nach Ticketart und Buchungskanal. Sie sind nicht aus dem allgemeinen Museumseintritt abzuleiten.
Die Bezeichnung „Eintrittskarte“ beschreibt deshalb nicht immer ein identisches Produkt. Ein einfacher Zugang zur Sammlung, ein Ticket für eine Wechselausstellung und eine geführte Besichtigung können unterschiedliche Bedingungen haben. Auch ein kostenloser Zugang muss gegebenenfalls im Buchungssystem als eigene Ticketkategorie ausgewählt werden.
Wer mehrere Tickets gemeinsam bucht, sollte außerdem darauf achten, dass alle Personen in derselben Reservierung korrekt erfasst sind. Das ist vor allem bei Familien wichtig, wenn kostenpflichtige und kostenlose Eintrittskategorien kombiniert werden. Eine Reservierung allein sagt noch nichts darüber aus, welche Bereiche tatsächlich besucht werden können.
MNBAQ-Eintrittspreise und Altersgruppen
Die Preisstruktur des Musée national des beaux-arts du Québec ist nach Altersgruppen gestaffelt. Erwachsene und Senioren werden getrennt erfasst. Zusätzlich gibt es eine Kategorie für junge Erwachsene sowie reduzierte Tarife für Jugendliche. Kinder bis einschließlich zwölf Jahre erhalten freien Eintritt.
Für die Auswahl im Buchungsprozess ergibt sich folgende Systematik:
| Besuchergruppe | Tariflogik |
|---|---|
| Erwachsene im regulären Erwerbsalter | Regulärer Erwachsenentarif |
| Senioren | Eigene Alterskategorie ab dem ausgewiesenen Mindestalter |
| Junge Erwachsene | Reduzierte Kategorie für Besucher im definierten Altersbereich |
| Jugendliche | Vergünstigter Eintritt für Minderjährige außerhalb der Kinderregelung |
| Kinder bis einschließlich zwölf Jahre | Freier Eintritt |
| Familien | Gemeinsames Ticket für zwei Erwachsene und bis zu fünf Personen unter 18 Jahren |
Die Altersgrenze muss sich auf den Zeitpunkt des Museumsbesuchs beziehen, sofern die Buchungsbedingungen nichts anderes angeben. Bei jungen Erwachsenen ist eine Altersangabe oder ein Identitätsnachweis sinnvoll. Gleiches gilt für Senioren- und Jugendtarife. Das Personal kann die Berechtigung am Eingang prüfen.
Die Familienkarte ist besonders relevant, wenn zwei Erwachsene mit mehreren Minderjährigen reisen. Sie gilt für zwei Erwachsene und bis zu fünf Personen unter 18 Jahren. Für eine kleine Familie mit nur einem Kind kann die Differenz zu mehreren Einzelkarten geringer ausfallen als bei einer größeren Gruppe. Der Gesamtbetrag muss daher im Buchungsvorgang verglichen werden, statt automatisch die Familienoption zu wählen.
Typische Fehler bei der Tarifauswahl
Die häufigsten Fehler entstehen nicht durch die technische Buchung, sondern durch eine ungenaue Zuordnung der Besucher.
- Ein 18-jähriger Besucher darf nicht automatisch als Jugendlicher eingetragen werden.
- Ein Kinderticket ist nicht mit einem kostenlosen Zugang für jede minderjährige Person gleichzusetzen.
- Eine Familienkarte ersetzt nicht die Angabe der einzelnen mitreisenden Personen.
- Sonderausstellungen können zusätzliche Bedingungen enthalten.
- Ein Ticket für das MNBAQ gilt nicht automatisch für andere Museen in Québec City.
Besonders der letzte Punkt ist relevant. Das Musée national des beaux-arts du Québec und das Musée de la civilisation sind eigenständige Institutionen. Eintrittskarten dürfen nicht ohne ausdrückliche Angabe als gegenseitig gültig betrachtet werden.
Auch bei Ermäßigungen für junge Erwachsene und Senioren sollte die Auswahl nicht allein nach der eigenen Einschätzung erfolgen. Maßgeblich ist die Definition im jeweiligen Buchungssystem. Wenn dort ein Mindest- oder Höchstalter genannt wird, sollte dieses auf den konkreten Besuchstag bezogen werden. Bei einer Kontrolle sind die Angaben zur Person und die gebuchte Kategorie entscheidend.
MNBAQ-Öffnungszeiten und Tagesplanung
Die exakten Öffnungszeiten müssen vor dem Besuch anhand der aktuellen Museumsinformationen geprüft werden. Eine allgemeine Angabe reicht nicht aus, weil Feiertage, Sonderveranstaltungen, Ausstellungswechsel und saisonale Anpassungen den Zugang verändern können. Der 25. Dezember ist als Schließtag ausgewiesen.
Für die Planung zählt außerdem nicht nur die offizielle Schließzeit. Der Museumskomplex umfasst vier Gebäude:
- den Pavillon Gérard-Morisset,
- den Pavillon Charles-Baillairgé,
- den Pavillon Pierre Lassonde,
- den Pavillon Michael Audain, in dem der neue Espace Riopelle entsteht.
Diese Gebäude bilden einen zusammenhängenden Museumskomplex, sind aber nicht als ein einziger Ausstellungsraum zu verstehen. Die Wege zwischen den Bereichen müssen in die Besuchszeit eingerechnet werden. Wer an einem Tag eine temporäre Ausstellung und die permanente Sammlung verbinden möchte, sollte nicht mit einem kurzen Zwischenstopp kalkulieren.
Der Espace Riopelle befindet sich aktuell in der Eröffnungsphase: Seine Eröffnungsfeierlichkeiten sind für den 22. bis 25. Oktober 2026 terminiert. Vor diesem Zeitraum ist er nicht als regulär besuchbarer Bestandteil des Rundgangs einzuplanen. Auch während einer Eröffnungsphase sollte geprüft werden, ob der Bereich am konkreten Besuchstag bereits vollständig geöffnet ist und ob dafür ein eigenes Ticket oder eine ergänzende Zugangsregelung gilt.
Sinnvolle Reihenfolge für den Besuch
Der Pavillon Pierre Lassonde ist der logische Startpunkt, weil sich dort der Haupteingang, der Ticketschalter, die Garderobe und das Café befinden. Nach der Ticketkontrolle kann die Orientierung anhand des aktuellen Gebäude- und Ausstellungsplans erfolgen.
Eine funktionale Reihenfolge sieht so aus:
1. Eintritt und Garderobe im Pavillon Pierre Lassonde: Jacken und größere Gegenstände werden vor dem Rundgang abgegeben. Das reduziert die Bewegungsfreiheit in den Galerien nicht unnötig.
2. Prüfung der gebuchten Bereiche: Vor dem Weitergehen sollte geklärt werden, ob das Ticket den gewünschten temporären Bereich einschließt und ob bestimmte neue Bereiche am Besuchstag bereits zugänglich sind.
3. Besuch der zeitlich gebundenen Ausstellung: Falls ein konkretes Zeitfenster gebucht wurde, muss dieser Bereich zuerst angesteuert werden.
4. Rundgang durch die permanente Sammlung: Danach bleibt mehr Flexibilität, weil die Sammlung nicht an ein einzelnes Einlassfenster gebunden sein muss.
5. Weitere Pavillons: Je nach Verfügbarkeit werden Gérard-Morisset, Charles-Baillairgé und Michael Audain in den Rundgang integriert. Der Espace Riopelle ist erst ab dem 22. Oktober 2026 im regulären Betrieb und sollte nur dann eingeplant werden, wenn der Besuchstag in den Eröffnungszeitraum fällt.
Diese Reihenfolge ist kein verbindlicher Museumsparcours. Sie verhindert jedoch einen typischen Planungsfehler: Erst die frei zugänglichen Räume zu besuchen und anschließend festzustellen, dass das reservierte Zeitfenster einer Sonderausstellung abgelaufen ist.
Bei einem kurzen Aufenthalt ist es sinnvoller, einen Schwerpunkt festzulegen, als jeden Pavillon gleich ausführlich einplanen zu wollen. Wer mit Kindern, älteren Personen oder einem engen Tagesprogramm unterwegs ist, sollte Wege, Pausen und die Orientierung im Gebäude nicht als nebensächliche Zeitfaktoren behandeln. Die tatsächliche Besuchsdauer hängt nicht allein von der Zahl der Ausstellungen ab, sondern auch davon, wie viele Bereiche ohne Zeitdruck gesehen werden sollen.
Der Museumskomplex: Was Besucher über die Pavillons wissen müssen
Das MNBAQ ist nicht auf ein einzelnes Gebäude reduziert. Die Architektur des Komplexes ist Teil der Besuchslogistik. Der Pavillon Pierre Lassonde an der Grande Allée Ouest ist der moderne Zugangspunkt und die zentrale Verteilstelle. Von dort führt der Rundgang in die übrigen Gebäudeteile.
Der Pavillon Gérard-Morisset ist ein historischer Bestandteil des Museums und steht in engem Zusammenhang mit der älteren Sammlung. Der Pavillon Charles-Baillairgé ergänzt den Komplex um weitere Ausstellungsflächen. Der Pavillon Michael Audain nimmt den Espace Riopelle auf, der als eigenständiger Bereich für das Werk von Jean Paul Riopelle konzipiert ist. Die Eröffnung dieses Bereichs ist für den 22. bis 25. Oktober 2026 vorgesehen. Bis dahin ist der Espace Riopelle kein regulär zugänglicher Ausstellungsraum im Tagesbetrieb.
Für Besucher, die gezielt nach kanadischer Kunst, Inuit-Kunst oder zeitgenössischen Positionen suchen, ist die Abgrenzung der Sammlungsbereiche relevant. Die Brousseau Collection of Inuit Art ist nicht mit einer allgemeinen Abteilung für indigene Kunst gleichzusetzen. Ihr Umfang und ihre Präsentation können von der jeweils aktuellen Ausstellungsgestaltung abhängen.
Die Sammlung des MNBAQ reicht vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Daraus folgt eine hohe inhaltliche Spannweite: historische Malerei, québecische Kunst, moderne Positionen, zeitgenössische Werke und spezielle Sammlungsbereiche liegen innerhalb derselben Institution. Ein Besuch ohne Priorisierung führt deshalb schnell zu einem fragmentierten Rundgang.
Auswahl nach Interesse statt nach Gebäudename
Eine belastbare Planung beginnt mit der Frage, welche Sammlung den Schwerpunkt bildet:
- Kanadische und québecische Kunst: mehr Zeit für die historischen und regionalen Bestände einplanen.
- Zeitgenössische Kunst: die aktuellen Ausstellungsbereiche einbeziehen. Der Espace Riopelle kann nur dann eingeplant werden, wenn der Besuch in den Eröffnungszeitraum ab dem 22. Oktober 2026 fällt.
- Inuit-Kunst: prüfen, ob die entsprechende Sammlung oder Präsentation am Besuchstag geöffnet und im Ticketumfang enthalten ist.
- Architektur und Museumsentwicklung: die Verbindung zwischen den vier Pavillons als Teil des Besuchs verstehen.
- Kurzer Aufenthalt: nur die priorisierten Bereiche auswählen, statt den gesamten Komplex oberflächlich abzulaufen.
Die richtige Planung ist damit keine Frage maximaler Geschwindigkeit. Sie besteht in der korrekten Zuordnung von Ticket, Ausstellungsbereich und verfügbarer Zeit.
Wer zum ersten Mal im MNBAQ ist, sollte sich nicht ausschließlich an den Namen der Pavillons orientieren. Für die Praxis ist wichtiger, welche Ausstellung dort tatsächlich zu sehen ist, ob der Bereich am konkreten Tag geöffnet ist und ob der Zugang bereits im gebuchten Ticket enthalten ist. Die Gebäudenamen helfen bei der Orientierung, ersetzen aber nicht den Blick auf den aktuellen Ausstellungsplan.
Freier Eintritt für Québec-Einwohner bis 19 Jahre
Für Einwohner der Provinz Québec bis einschließlich 19 Jahre gilt am ersten Sonntag jedes Monats eine besondere Regelung: Der Eintritt ist frei, eine Online-Reservierung bleibt jedoch erforderlich.
Diese Regelung ist an mehrere Bedingungen gebunden. Sie gilt nicht pauschal für alle Besucher und nicht automatisch für Minderjährige aus anderen Provinzen oder Ländern. Entscheidend sind der Wohnsitz in Québec, das Alter und der konkrete erste Sonntag des Monats.
Die Reservierung sollte vor dem Besuch vorgenommen werden. Ein kostenloser Eintritt ohne vorherige Buchung darf nicht vorausgesetzt werden. Für begleitende Erwachsene gelten die regulären Eintrittsbedingungen, sofern keine andere Tarifregel greift. Eine Familie muss daher gegebenenfalls kostenlose und kostenpflichtige Tickets innerhalb derselben Buchung kombinieren.
Am Eingang kann ein Nachweis über Alter und Wohnsitz verlangt werden. Die erforderlichen Dokumente hängen von den aktuellen Vorgaben des Museums ab. Aus der allgemeinen Information zum freien Eintritt lässt sich nicht ableiten, dass jede Form eines digitalen Nachweises akzeptiert wird.
Für die Planung bedeutet das: Der kostenlose Eintritt nimmt nicht automatisch den organisatorischen Aufwand aus der Buchung. Die berechtigte Person muss weiterhin korrekt registriert werden, und die Begleitpersonen brauchen gegebenenfalls eigene Tickets. Gerade bei einem Familienbesuch sollte daher vor dem Absenden der Reservierung kontrolliert werden, ob jede Person in der richtigen Kategorie erscheint.
Familienbesuch und Aufenthaltsdauer
Familien sollten die Buchung nicht nur nach dem niedrigsten Einzelpreis beurteilen. Die Familienkarte ist für zwei Erwachsene und bis zu fünf Personen unter 18 Jahren ausgelegt. Sie kann die Abwicklung vereinfachen, weil mehrere Besucher in einer gemeinsamen Buchung erfasst werden.
Bei Familien mit kleinen Kindern ergeben sich zusätzliche praktische Fragen:
- Die Garderobe sollte früh genutzt werden, damit Kinderwagen, Jacken oder größere Taschen den Rundgang nicht erschweren.
- Der Cafébereich im Pavillon Pierre Lassonde eignet sich als organisatorischer Zwischenpunkt.
- Ein langer Rundgang durch alle vier Pavillons ist nicht für jede Altersgruppe sinnvoll.
- Kostenlose Kinderkarten müssen trotzdem korrekt in der Reservierung abgebildet werden, wenn das Buchungssystem sie verlangt.
- Bei Sonderausstellungen ist zu prüfen, ob Kinder und Jugendliche denselben Zugang erhalten wie beim regulären Museumseintritt.
Die Besuchsdauer hängt daher weniger von der Zahl der Kunstwerke als von der Auswahl der Ausstellungsbereiche ab. Ein Museum mit mehr als 42.500 Werken kann nicht vollständig in einem einzelnen Aufenthalt erfasst werden. Das Ziel sollte ein konsistenter Rundgang sein, nicht die maximale Zahl besichtigter Räume.
Die Sammlung ist größer als jeder einzelne Tagesplan. Wer vorher einen Schwerpunkt festlegt, sieht weniger zufällig und mehr vom tatsächlich relevanten Bestand.
Für Familien lohnt es sich, zwischen dem eigentlichen Museumsbesuch und einer vollständigen Besichtigung des Komplexes zu unterscheiden. Kinder profitieren meist stärker von wenigen klar ausgewählten Bereichen und einer geplanten Pause als von einem möglichst vollständigen Rundgang. Auch Erwachsene sollten die zeitlich gebundene Ausstellung nicht ans Ende des Tages legen, wenn der Besuch bereits durch Wege, Garderobe und Pausen verzögert werden kann.
Die Familienkarte ist außerdem nicht automatisch in jeder Konstellation die günstigste Wahl. Sie richtet sich an zwei Erwachsene und bis zu fünf Personen unter 18 Jahren. Wenn nur ein Erwachsener mit Kindern unterwegs ist oder einzelne Personen bereits unter eine andere kostenlose oder ermäßigte Regelung fallen, sollte der Gesamtpreis mit den Einzelkategorien verglichen werden.
Anreise zum MNBAQ und Parken am Parc des Champs-de-Bataille
Das Musée national des beaux-arts du Québec liegt im Parc des Champs-de-Bataille. Für die Navigation muss die Adresse des Haupteingangs verwendet werden: 179 Grande Allée Ouest, Québec City. Diese Adresse führt zum Pavillon Pierre Lassonde und nicht lediglich zum allgemeinen Museumsareal.
Wer mit dem Auto anreist, kann den Parkplatz beim Pavillon Charles-Baillairgé nutzen. Die Parkgebühren sind nach Aufenthaltsdauer gestaffelt. Die ersten Minuten sind kostenfrei, danach steigt der Betrag zunächst stundenweise und ist pro Tag begrenzt. Für die Nacht gilt ein eigener Tarif im Zeitraum von 17:00 bis 08:00 Uhr.
Die Parkregelung ist für einen normalen Museumsbesuch kalkulierbar, aber nicht identisch mit einem pauschalen Tagesticket. Wer nur kurz jemanden absetzt oder abholt, sollte die kostenfreie Anfangszeit beachten. Bei einem längeren Rundgang ist die Tagesobergrenze relevant. Für einen Besuch, der in den Abend hineinreicht, muss außerdem der Nachttarif berücksichtigt werden.
Die Adresse des Haupteingangs und der Parkplatz liegen damit nicht einfach am selben Orientierungspunkt. Wer direkt zum Parkplatz fährt, sollte den anschließenden Weg zum Pavillon Pierre Lassonde in die Ankunftsplanung einrechnen. Das gilt besonders bei einem reservierten Zeitfenster. Ein Ticket für einen bestimmten Eintrittszeitpunkt verliert seine praktische Bedeutung, wenn die Parkplatzsuche und der Weg zum Eingang erst nach Beginn des Fensters abgeschlossen sind.
Praktische Reihenfolge bei der Ankunft
1. Adresse des Pavillons Pierre Lassonde ansteuern: Sie ist der relevante Referenzpunkt für den Haupteingang.
2. Parkmöglichkeit und Gebäudezugang unterscheiden: Der Parkplatz beim Pavillon Charles-Baillairgé ist nicht mit dem zentralen Ticketbereich gleichzusetzen.
3. Gehweg zum Eingang einplanen: Die Entfernung innerhalb des Komplexes kann die Ankunftszeit beeinflussen.
4. Ticket oder Reservierungsnachweis bereithalten: Das verkürzt die Abwicklung an der Zugangskontrolle.
5. Nach dem Eintritt den Rundgang im Pierre-Lassonde-Pavillon beginnen: Dort befinden sich zentrale Besucherfunktionen wie Garderobe und Café.
Die genauen Busverbindungen sollten für den jeweiligen Besuchstag separat geprüft werden. Aus der Lage im Parc des Champs-de-Bataille lässt sich nicht ableiten, dass jede Verbindung ohne zusätzlichen Fußweg direkt am Eingang endet. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, sollte deshalb nicht nur die Zielhaltestelle, sondern auch den letzten Wegabschnitt und das gebuchte Eintrittsfenster berücksichtigen.
Was sich für die Buchung am Ende wirklich entscheidet
Die wichtigste Entscheidung beim MNBAQ fällt nicht zwischen einem schnellen und einem ausführlichen Rundgang, sondern bereits vor dem Besuch: Welcher Tarif, welcher Ausstellungsbereich und welcher Zugang gehören zusammen? Die Onlinebuchung ist für die meisten Besucher die bessere Ausgangslage, weil sie den Preisvergleich und die zeitliche Planung verbindet. Sie ersetzt aber nicht die Prüfung der konkreten Ticketbedingungen.
Für die Vorbereitung sind vor allem diese Punkte entscheidend:
- den Pavillon Pierre Lassonde als zentrale Eingangsadresse eintragen,
- den Onlinepreis mit dem Vor-Ort-Preis vergleichen,
- Altersgruppen und Familienkategorie korrekt auswählen,
- prüfen, welche Ausstellungen im Ticket enthalten sind,
- zeitlich gebundene Bereiche zuerst einplanen,
- Öffnungszeiten und Sonderregelungen am Besuchstag kontrollieren,
- den Espace Riopelle vor seiner Eröffnung nicht als regulären Rundgangspunkt einplanen,
- bei freiem Eintritt für Québec-Einwohner bis 19 Jahre trotzdem eine Online-Reservierung vornehmen,
- bei der Anreise Parkplatz, Eingang und tatsächlichen Weg zum Museum getrennt betrachten.
Das Musée national des beaux-arts du Québec ist kein Museum, das sich sinnvoll im Vorübergehen abhaken lässt. Die Sammlung reicht vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, der Komplex verteilt sich auf mehrere Pavillons, und die Ticketarten sind nicht vollständig austauschbar. Wer den Besuch auf einen Schwerpunkt ausrichtet und die Buchung darauf abstimmt, vermeidet die typischen Reibungsverluste: den falschen Eingang, ein übersehenes Zeitfenster oder eine Tarifkategorie, die am Schalter erst korrigiert werden muss.
Für die meisten Reisenden lautet die pragmatische Lösung deshalb: Tickets online kaufen, die Bedingungen der konkreten Eintrittsoption lesen, im Pavillon Pierre Lassonde starten und die Ausstellungen nach Interesse statt nach dem Anspruch auf Vollständigkeit auswählen.
Praktische Hinweise
Währung: CAD
Verkehr: rechts
Notrufnummer: 911